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Die Events

Internetauftritt der Fa. ISB Schuhmacher AG
04-12.07.2009, Event Nr.33 : quaeldich.de-Deutschland-Rundfahrt 2009
Anfang des Jahres wurde ich auf die Internetseite www.quaeldich.de und die dort ausgeschriebene Deutschland Rundfahrt aufmerksam gemacht.
Im Pressebericht der Organisatoren war folgendes zu lesen:

Die Deutschland-Tour 2009 der Radprofis ist tot. Neun Jahre nach ihrer Wiedereinführungverabschiedet sich somit die nationale deutsche Rundfahrt wieder aus dem Rennkalender.Es scheint so, als hätten die neuesten Dopingfälle im Spätsommer 2008 dem professionellenRadsport in Deutschland den Gnadenstoß versetzt, als würde der Radsport in Deutschlandin der Bedeutungslosigkeit versinken.Doch engagierte Hobbyfahrer, für die das gemeinsame Erlebnis einer Tour durch diedeutschen Mittelgebirge mehr zählt als ein mit pharmakologischer Hilfe gewonnenerWettstreit,lassen die Idee einer nationalen Rundfahrt wieder auferstehen – eine Tour, organisiert vonquaeldich.de und einer Gruppe engagierter Hobbyfahrer vor Ort, die die durchfahrenenRegionen bestens kennen.Die quaeldich.de-Deutschland-Rundfahrt 2009 lebt.

Das hörte sich gut an !!!!!!!!!!!!!!!
Nach der familieninternen Startfreigabe stand für mich nach einer halben Stunde fest: „Da fährst Du mit!“. Neun Tage am Stück auf dem Rad durch die schönsten Gebiete Deutschlands fahren - das hörte sich gut an. Wenn auch das angekündigte Strecken- und Höhenprofil zunächst andächtig stimmte.
  
9 Etappen / 1525 km / 20.800 Hm
           
Start- und Zielort Datum Streckenlänge Höhenmeter

Etappe 1: Erfurt - Bad Neustadt

04.07.2009

183,3 km

2647 Hm

Etappe 2: Bad Neustadt - Rothenburg ob der Tauber

05.07.2009

164,5 km

1848 Hm

Etappe 3: Rothenburg ob der Tauber - Ulm

06.07.2009

163,1 km

2271 Hm

Etappe 4: Ulm - Radolfzell

07.07.2009

183,6 km

2519 Hm

Etappe 5: Radolfzell - Freiburg

08.07.2009

191,0 km

2923 Hm

Etappe 6: Freiburg - Freudenstadt

09.07.2009

141,0 km

2494 Hm

Etappe 7: Freudenstadt - Kaiserslautern

10.07.2009

183,7 km

1502 Hm

Etappe 8: Kaiserslautern - Loreley

11.07.2009

154,4 km

2723 Hm

Etappe 9: St. Goar - Köln

12.07.2009

159,9 km

1869 Hm

  
     
Höhenprofil
  
Smart war natürlich das Ziel der Rundfahrt - unser Kölle oder Colonia wie die Römer es nannten! Die Unterkünfte waren recht schnell, dank Internet, in Zielnähe gebucht. Gutes Wetter hatte ich gleich mitbestellt (hab ich dabei was falsch gemacht???). Das Motto der Rundfahrt „Berge statt Doping“ sollte zum Programm werden, was eine ordentliche Vorbereitung verlangte und die Trainingsmotivation erheblich steigerte. Als letzter Test wurde der Koblenzer Radmarathon bewältigt. Das Event rückte näher und die Transferfrage nach Erfurt war schnell geklärt, da der„Besenwagen“ (eine freundliche Unterstützung der Fa. Schwalbe) nach Erfurt überführt wurde. Sieben Radsportlern aus der Region bot sich somit die Möglichkeit mit Gepäck und Rad schnell und sicher nach Erfurt zu kommen. Roland, Fahrer und Mitfahrer der Tour, war so nett mich in Untereschbach aufzulesen, sodass ich mich nicht erst auf den Weg zum eigentlichen Treffpunkt in Köln machen musste. Ab der ersten Minute war klar – das ist eine lustige Truppe! Roland aus Pulheim, Andreas aus Ägidienberg, "Tourgide" Tom aus Bonn, Rene und Erhard vom RTC Rodenkirchen, Elmar aus Köln, "Ski Günni" Günni aus Fulda und meiner einer.
Besonders dank Günni, welcher Köln neun Tage als Parkplatz missbrauchte, war die Fahrt sehr kurzweilig. Es wurde viel gelacht und abgeklopft wer schon was gefahren ist. In Erfurt angekommen hat Roland uns freundlicherweise zu unseren Unterkünften gefahren. Für den Abend war bei einem Italiener ein großes Kennen lernen angesagt. Bis dahin hab ich einen lohnenswerten Stadtbummel durch die Thüringische Landeshauptstadt gemacht, bei dem ich prompt Andreas, Rene und Erhard getroffen habe und wir unseren Weg gemeinsam fortsetzten.
Es war ein stimmungsvoller Abend mit Pizza und Weizendoping (sorry für das böse Wort). Wir lernten Jan und das Orga-Team kennen. Beeindruckend war, dass sich das Team größtenteils nur über das Internet kannte, was die Leistung, dass Event überhaupt auf dieBeine zu stellen, noch an Stellenwert gewinnen ließ.
Endlich, am 04.07. um 7:30 fanden sich dann die Teilnehmer am Domplatz in Erfurt ein. Nach der Startnummernvergabe, einer kurzen Einweisung von Tourleiter Jan mit Bekanntgabe der Eckpunkte der anstehenden Etappe und dem morgendlichen Einschreiben, ging es in drei nach Geschwindigkeit eingeteilten Gruppen los. Die vorher avisierten Geschwindigkeitsunterschiede sollten sich nicht als so groß erweisen wie man vorher dachte. Der Start wurde überraschenderweise sogar von dem örtlichen Fernsehsender MDR dokumentiert und abends nicht nur zur Freude der Daheimgebliebenen ausgestrahlt. Der kurze Beitrag kann -hier- unter youtube abgerufen werden.
 
 
Ich möchte gar nicht auf die einzelnen Etappen eingehen, da es kein Bericht, sondern einBuch werden würde. -Hier- sind Tagesberichte und viele schöne Bilder einzusehen.
Die Strecken gingen dank der ortskundigen Guides größtenteils verkehrsarm über kleine Nebenstrecken. Das Fahren im Verband hat einen riesen Spaß gemacht und ausgezeichnet funktioniert. Das Wetter hat nicht so ganz nach Wunsch mitgespielt. Die ersten zwei Tage wurde uns Sonnenschein spendiert, auf den restlichen Etappen wurden wir teilweise ganz schön kräftig gewaschen, wobei die Sonne uns des Öfteren schnell wieder getrocknet hat.
Die Tour bot uns wunderbare Einblicke in die schönen Landschaften und Berge unserer Heimatregionen, welche meistens nur in einer Vorbeifahrt in andere Urlaubsregionen mit dem Auto auf der Autobahn gestreift werden. Wir absolvierten wunderschöne, entspannte Etappen. Ok, nicht immer ganz entspannt. Der Kandel bei Freiburg war schon eine Herausforderung (12km / 1000 Hm), welcher aber mit viel Schweiß bezwungen wurde.
Trotz diverser Pannen und zwei glimpflich verlaufender Stürze wurden insgesamt von allen Teilnehmern 152.500 km zurückgelegt. Da darf das eine oder andere Sportgerät schon mal bocken! Die Deutschland-Rundfahrt hat uns viele neue Freundschaften geschenkt und war trotz der vielen unterschiedlichen Charaktere und Dialekte ein total harmonisches Ereignis.
 
  In heimischen Jedermann-Rennen Konkurrenten, hier Kollegen!  
 

 Für viele Teilnehmer stand schon viele Kilometer vor dem Tourziel Köln fest – bei der Neuauflage 2010 sind wir wieder dabei ! Ein ganz großes Dankeschön und ein dickes Kompliment gilt dem gesamten Orga-Team für ein gelungenes Event, das seinesgleichen sucht.

Die wahren Radsporthelden sind doch die Hobbysportler !!!!!!!!!!!!!!
Fazit: Es war klasse!
Gruß
Andreas
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