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Anfang des Jahres wurde ich auf die Internetseite
www.quaeldich.de
und die dort ausgeschriebene Deutschland Rundfahrt
aufmerksam gemacht. |
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Im
Pressebericht der Organisatoren war folgendes zu
lesen: |
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Die Deutschland-Tour
2009 der Radprofis ist tot. Neun Jahre nach ihrer
Wiedereinführungverabschiedet sich somit die
nationale deutsche Rundfahrt wieder aus dem
Rennkalender.Es scheint so, als hätten die neuesten
Dopingfälle im Spätsommer 2008 dem
professionellenRadsport in Deutschland den
Gnadenstoß versetzt, als würde der Radsport in
Deutschlandin der Bedeutungslosigkeit versinken.Doch
engagierte Hobbyfahrer, für die das gemeinsame
Erlebnis einer Tour durch diedeutschen Mittelgebirge
mehr zählt als ein mit pharmakologischer Hilfe
gewonnenerWettstreit,lassen die Idee einer
nationalen Rundfahrt wieder auferstehen – eine Tour,
organisiert vonquaeldich.de und einer Gruppe
engagierter Hobbyfahrer vor Ort, die die
durchfahrenenRegionen bestens kennen.Die
quaeldich.de-Deutschland-Rundfahrt 2009 lebt.
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Das hörte sich gut an !!!!!!!!!!!!!!! |
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Nach der familieninternen Startfreigabe stand für
mich nach einer halben Stunde fest: „Da fährst Du
mit!“. Neun Tage am Stück auf dem Rad durch die
schönsten Gebiete Deutschlands fahren - das hörte
sich gut an. Wenn auch das angekündigte Strecken-
und Höhenprofil zunächst andächtig stimmte. |
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| 9 Etappen /
1525 km / 20.800 Hm |
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Start- und Zielort |
Datum |
Streckenlänge |
Höhenmeter |
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Etappe 1:
Erfurt - Bad Neustadt
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04.07.2009
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183,3 km
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2647 Hm
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Etappe 2:
Bad Neustadt - Rothenburg ob der Tauber
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05.07.2009 |
164,5 km
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1848 Hm
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Etappe 3:
Rothenburg ob der Tauber - Ulm
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06.07.2009 |
163,1 km
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2271 Hm
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Etappe 4:
Ulm - Radolfzell
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07.07.2009 |
183,6 km
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2519 Hm
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Etappe 5:
Radolfzell - Freiburg
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08.07.2009 |
191,0 km
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2923 Hm
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Etappe 6:
Freiburg - Freudenstadt
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09.07.2009 |
141,0 km
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2494 Hm
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Etappe 7:
Freudenstadt - Kaiserslautern
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10.07.2009 |
183,7 km
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1502 Hm
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Etappe 8:
Kaiserslautern - Loreley
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11.07.2009 |
154,4 km
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2723 Hm
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Etappe 9:
St. Goar - Köln
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12.07.2009 |
159,9 km
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1869 Hm
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Höhenprofil |
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Smart war natürlich das Ziel der Rundfahrt - unser
Kölle oder Colonia wie die Römer es nannten! Die
Unterkünfte waren recht schnell, dank Internet, in
Zielnähe gebucht. Gutes Wetter hatte ich gleich
mitbestellt (hab ich dabei was falsch gemacht???).
Das Motto der Rundfahrt „Berge statt Doping“ sollte
zum Programm werden, was eine ordentliche
Vorbereitung verlangte und die Trainingsmotivation
erheblich steigerte. Als letzter Test wurde der
Koblenzer Radmarathon bewältigt. Das Event rückte
näher und die Transferfrage nach Erfurt war schnell
geklärt, da der„Besenwagen“ (eine freundliche
Unterstützung der
Fa. Schwalbe) nach Erfurt überführt wurde.
Sieben Radsportlern aus der Region bot sich somit
die Möglichkeit mit Gepäck und Rad schnell und
sicher nach Erfurt zu kommen. Roland, Fahrer und
Mitfahrer der Tour, war so nett mich in
Untereschbach aufzulesen, sodass ich mich nicht erst
auf den Weg zum eigentlichen Treffpunkt in Köln
machen musste. Ab der ersten Minute war klar – das
ist eine lustige Truppe! Roland aus Pulheim, Andreas
aus Ägidienberg, "Tourgide" Tom aus Bonn, Rene und
Erhard vom RTC Rodenkirchen, Elmar aus Köln, "Ski
Günni" Günni aus Fulda und meiner einer. |
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Besonders dank Günni, welcher Köln neun Tage als
Parkplatz missbrauchte, war die Fahrt sehr
kurzweilig. Es wurde viel gelacht und abgeklopft wer
schon was gefahren ist. In Erfurt angekommen hat
Roland uns freundlicherweise zu unseren Unterkünften
gefahren. Für den Abend war bei einem Italiener ein
großes Kennen lernen angesagt. Bis dahin hab ich
einen lohnenswerten Stadtbummel durch die
Thüringische Landeshauptstadt gemacht, bei dem ich
prompt Andreas, Rene und Erhard getroffen habe und
wir unseren Weg gemeinsam fortsetzten. |
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Es war ein stimmungsvoller Abend mit Pizza und
Weizendoping (sorry für das böse Wort). Wir lernten
Jan und das Orga-Team kennen. Beeindruckend war,
dass sich das Team größtenteils nur über das
Internet kannte, was die Leistung, dass Event
überhaupt auf dieBeine zu stellen, noch an
Stellenwert gewinnen ließ. |
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Endlich, am 04.07. um 7:30 fanden sich dann die
Teilnehmer am Domplatz in Erfurt ein. Nach der
Startnummernvergabe, einer kurzen Einweisung von
Tourleiter Jan mit Bekanntgabe der Eckpunkte der
anstehenden Etappe und dem morgendlichen
Einschreiben, ging es in drei nach Geschwindigkeit
eingeteilten Gruppen los. Die vorher avisierten
Geschwindigkeitsunterschiede sollten sich nicht als
so groß erweisen wie man vorher dachte. Der Start
wurde überraschenderweise sogar von dem örtlichen
Fernsehsender MDR dokumentiert und abends nicht nur
zur Freude der Daheimgebliebenen ausgestrahlt. Der
kurze Beitrag kann
-hier- unter youtube abgerufen werden. |
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Ich
möchte gar nicht auf die einzelnen Etappen eingehen,
da es kein Bericht, sondern einBuch werden würde.
-Hier-
sind
Tagesberichte und viele schöne Bilder einzusehen. |
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Die Strecken gingen dank der ortskundigen Guides
größtenteils verkehrsarm über kleine Nebenstrecken.
Das Fahren im Verband hat einen riesen Spaß gemacht
und ausgezeichnet funktioniert. Das Wetter hat nicht
so ganz nach Wunsch mitgespielt. Die ersten zwei
Tage wurde uns Sonnenschein spendiert, auf den
restlichen Etappen wurden wir teilweise ganz schön
kräftig gewaschen, wobei die Sonne uns des Öfteren
schnell wieder getrocknet hat. |
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Die Tour bot uns wunderbare Einblicke in die schönen
Landschaften und Berge unserer Heimatregionen,
welche meistens nur in einer Vorbeifahrt in andere
Urlaubsregionen mit dem Auto auf der Autobahn
gestreift werden. Wir absolvierten wunderschöne,
entspannte Etappen. Ok, nicht immer ganz entspannt.
Der Kandel bei Freiburg war schon eine
Herausforderung (12km / 1000 Hm), welcher aber mit
viel Schweiß bezwungen wurde. |
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Trotz diverser Pannen und zwei glimpflich
verlaufender Stürze wurden insgesamt von allen
Teilnehmern 152.500 km zurückgelegt. Da darf das
eine oder andere Sportgerät schon mal bocken! Die
Deutschland-Rundfahrt hat uns viele neue
Freundschaften geschenkt und war trotz der vielen
unterschiedlichen Charaktere und Dialekte ein total
harmonisches Ereignis. |
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In
heimischen Jedermann-Rennen Konkurrenten, hier
Kollegen! |
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Für
viele Teilnehmer stand schon viele Kilometer vor dem
Tourziel Köln fest – bei der Neuauflage 2010 sind
wir wieder dabei ! Ein ganz großes Dankeschön und
ein dickes Kompliment gilt dem gesamten Orga-Team
für ein gelungenes Event, das seinesgleichen sucht.
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Die wahren Radsporthelden sind doch die
Hobbysportler !!!!!!!!!!!!!! |
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Fazit: Es war klasse! |
Gruß
Andreas |
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