|
Leider konnten wir keine
vier Fahrer ins Rennen schicken, da Robby schwer
erkrankte und mit Medikamenten
voll gepumpt war. Aber er hat sich aufopferungsvoll
um uns gekümmert und für die richtige Stimmung und
verbale Unterstützung gesorgt. |
Bereits um 09:20 Uhr
machten sich Pit und Frank auf den Weg um sich
mit ca. 950 anderen Rennradfahrern, über 90 Km
zu messen. Pit beendete sein Rennen mit dem
fantastischen 323. Platz, in der Zeit von
2:25,04 Std. und einen Stundenmittel von 37,4
Km/h. Frank fuhr mit sensationellen 2:14,00 Std.
und einer Durchschnittsge-schwindigkeit von 40,5
Km/h auf Platz 64. „Wahnsinn“, sage ich da
nur.
|
|
Mein Rennen über die 60
Km (64,92 Km) Distanz begann erst um 10:20 Uhr. Was
war ich nervös und aufgeregt. Dank der Unterstützung
meines „Schwagers in Spee“ ;-), der mir noch so
einige Tipps und Tricks mit auf den Weg gab, konnte
ich das Rennen aufnehmen und losspurten. |
|
Das Anfangstempo in den
ersten 10 Km war sehr hoch. Im Schnitt fuhr die
Führungsgruppe sage und schreibe 47 km/h und ich war
mittendrin. War ich hier bei einem falschen Rennen,
irgendeinem anderen Giro??? Nein, war ich nicht!!!
Leider konnte ich dieses Tempo nicht mithalten und
musste dann abreißen lassen, um mir eine andere
Gruppe zu suchen, die für mich das optimale Tempo
fuhr. Die leichten Rampen, die sich zwischendurch
immer mal wieder in dem sonst so flachen Land
zeigten, waren für mich so etwas wie der L`Alpe d`Huez
in Frankreich. |
|
Zwischenzeitig nutzte ich
bei den Anstiegen den Windschatten einer
Rennradfahrerin, die mich dann hinter sich herzog.
Das ging dann so ca. 10 Km lang. Hallo? Es
geht hier um Randrennen und nichts Anderes!! Ich
konnte sie auch nicht abschütteln. Als sie vor mir
am Berg war, konnte ich mich aber immer wieder
ansaugen und kurzzeitig an ihr vorbeiziehen. Ich
verlor sie dann aber aus dem Auge. |
|
Zwischendurch gab es
immer wieder kleine Regenschauer. |
|
Bei Km 40 hatte ich dann
die Gruppe gefunden, die für mich das optimale Tempo
fuhr. Ein schwerer Sturz ereignete sich „zwei Mann“
neben mir. Noch im Augenwinkel konnte ich sehen,
wie sich der Fahrer
verabschiedete und hörte dann das Bersten von
Metall, Karbon, das Schleifen der Pedale und einen
Aufprall auf den harten und nassen Asphalt. Es war
kein angenehmes Geräusch, das mir zu Ohren gekommen
war. Ein lauter Aufschrei des Fahrers und ein lautes
Fluchen der Kollegen gingen durch die Gruppe. Ich
hoffe dem Fahrer ist nicht allzu viel passiert. |
|
Wir kamen unserem Ziel
immer näher. Zwischendurch immer wieder gestürzte
Fahrer die mit zuviel Risiko
gefahren sind.
In den vielen,
teilweise engen und kurvenreichen Ortsdurchfahrten,
musste man sich wirklich
sehr konzentrieren und das Tempo ein wenig
herausnehmen.
Heil nach Hause kommen,
bei den nassen Straßen,
war jetzt meine Devise. |
|
Nach 64,92 Km war dann
auch für mich das Rennen in einer recht guten Zeit
von 1:54,03 Std. vorbei. Mit einem Schnitt von
34,2Km/h erreichte ich den 280. Platz von ca. 600
Startern |
Wir können auf das
Abschneiden unseres gesamten Teams sehr stolz
sein.
|
|
Noch einmal einen lieben
Dank an Robby für den Transport und die
Unterstützung. |
|
Michael Gomulla |
|
 |
|
|